By Landsat Image Mosaic of Antarctica team - extracted from https://lima.usgs.gov/documents/LIMA_overview_map.pdf, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9570048
vom Somow-Meer nach Neuseeland
Die Somow See ist ebenfalls ein antarktisches Randmeer, das Kap Adare bildet die Grenze zum Rossmeer. Innerhalb des Gebiets liegen die Balleny Islands.
Die subantarktischen Inseln Neuseelands liegen deutlich weiter nördlich und sind zusammen mit Maquarie Island, das zu Australien gehört, ein UNESCO Weltnaturerbe.
Noch weiter nördlich kommen wir schliesslich nach Stewart Island, eine Insel südlich der Südinsel und Neuseelands grösste Insel, wenn man die Nord- und Südinsel als Festland betrachtet, wie dies die Neuseeländer tun. Die Insel ist Nationalpark. Letzlich endet die Reise in Christchurch auf der neuseeländischen Südinsel.
Der Name Somow See ist nicht international anerkannt und wird nur in russischen Kreisen verwendet, offiziell wird das Seegebiet zur östlich anschliessenden D'Urville See gerechnet. Zur Eingrenzung des bereisten Gebiets ist ein Name jedoch meines Erachtens sinnvoll.
Somow-Meer
Somow-Meer
Somow-Meer
Krabbenfresserrobbe
Krabbenfresserrobben
Kapsturmvogel
das letzte Treibeisfeld der Reise
Die Balleny Islands bestehen aus drei Inseln - Sturge Island, Buckle Island und Young Island mit jeweis kleineren Felsinseln. Sie liegen je nach Lesart im Somow Meer oder D'Urville Meer weitgehend noch innerhalb des Polarkreises, der zwischen Buckle Island und Young Island verläuft. Sie liegen im Bereich der sog. Screaming Sixties mit starken Winden, die die Verhältnisse an Kap Horn mit den Roaring Forties übertreffen. Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs, die vulkanische Aktivität scheint noch vorhanden, ein Ausbruch wurde auf Satellitenaufnahmen 2001 gesehen.
Aufgrund des heftigen Windes liegt unser Schiff die Nacht über im Windschatten von Sturges Island, eine geplante Ausbootung an Sabrina Island (im Süden von Buckle Island, besonders geschütztes Gebiet) ist wegen Wind und Schwell nicht möglich, aber eine Zodiak Cruise in einer geschützten Bucht von Buckle Island.
das Spezialitäten-Restaurant Nikkei auf dem Schiff
Die subantarktischen Inseln Neuseelands umfassen die Inselgruppen Campbell Island, Auckland Island und Snares Island. Weiter im Osten liegen Chatham Island, Bounty Island und Antipodes Island, an denen wir nicht vorbeikommen. Zur gesamten Gruppe gehört auch die südwestlich gelegene Macquarie Island, das zu Australien gehört und die nicht angefahren werden darf (durfte?).
Auf dem weiteren Weg werden wir zunächst durch mitternächtliche Polarlichter am Schlafen gehindert, zumindest diejenigen, die noch keine gesehen haben oder nicht genug davon haben können.
Campbell Island begrüsst uns zunächst mit Wolken, Wind und Nebel, dann jedoch mit Sonnenstrahlen auf das erste Grün seit dem Auslaufen. Eine Bohrung von hier durch den Erdmittelpunkt würde bei Hannover herauskommen. Die Hänge sind mit Tussock-Gras bewachsen. Der Wind ist weiterhin stark, die Brandung donnert gegen die Kliffs und als wir den Windschutz der Insel verlassen, donnern zwei hohe Wellen gegen das Schiff, was uns auf der Vorderdeck ("Inspiration Walk") eine kräftige Gischt-Dusche verpasst, leider natürlich samt Kameras.
Polarlicht mit dem Kreuz des Südens
Polarlicht
Campbell Island
Campbell Island
Campbell Island
Campbell Island
Campbell Island
Königsalbatros
Schwarzbrauen-Albatros
Schwarzbrauen-Albatros
Russalbatros
Feensturmvogel
Auckland Island - Abwettern. Die Nacht haben wir im Windschatten der Insel verbracht. Zwar steuert der Kapitän die vorgesehene Anlandungstelle an der kleinen Insel Endery an, aber es ist gar nicht daran zu denken, die Zodiaks zu Wasser zu lassen. Der Wind nimmt sogar noch zu, so dass wir den Vormittag östlich vor der Auckland Insel kreuzen.
Auckland Island
Braunalgen
Auckland Island
Silbersturmvogel
Auckland Island
Stonington Stone
Snares Island und die dazugehörigen winzigen Inselchen dürfen nicht betreten werden. Man darf die Inseln nur vom Zodiac oder vom Schiff aus betrachten. Die strengen Regeln haben ihren Grund im Naturschutz, die Insel sind das einzige Gebiet, in dem nie Säugetiere wie Ratten, Mäuse oder Katzen eingeschleppt wurden. An Zodiak ist bei den Windverhältnissen nicht zu denken, das Schiff muss einen Abstand von 1 Seemeile halten. Das heisst, die hier endemischen Snares-Schopfpinguine können wir kaum sehen, an einem glatten Felsabhang kann man eine Kolonie durch Fernglas oder Teleobjektiv erkennen.
Snares Island
Snares Island
Buller-Albatros
Snares Island
Snares Island
Snares Island
Snares Island
Graukopf-Albatros
Kolonie von Snares-Pinguinen
Kolonie von Snares-Pinguinen
Auf Stewart Island oder Rakiura tauchen wir ein in eine total andere Welt. Die Insel ist zu 85% Nationalpark mit vielen Wanderwegen, für Mehrtageswanderungen aber auch nur mehrstündige für Leute wie uns, die wir nur einen Tag hier verbringen. Es gibt nur einen bewohnten Ort auf der Insel - Oban mit ca. 500 Einwohnern. Seit einiger Zeit gibt es dort auch ein sehr nettes kleines Museum.
Warnschild auf dem Schiff vor Ankunft
Halfmoon Bay
die Hauptstadt - und einzige Siedlung
unsere Ankunft wurde schnell publik
Dead Man Beach
Tui-Vogel
Tui-Vogel
Maori-Fruchttaube
Maori-Glockenhonigfresser
Rotschnabelmöwe
Kiwis haben Vorfahrt
Kiwi
Museum - Unterkiefer eines Zahnwals
Museum
Christchurch ist die Hauptstadt der Südinsel von Neuseeland. Die Stadt wurde wurde im September 2010 von einem starken Erdbeben erschüttert, das keine Menschenleben forderte und wenig Schäden anrichtete, ein nachfolgendes Beben im Februar 2011 forderte viele Todesopfer und zerstörte weite Teile der Stadt, unter anderem die Kathedrale ist bis heute nicht wieder aufgebaut. Man findet daher eine interessante Mischung aus noch wenigen erhaltenen historischen Gebäuden und moderner Architektur.
Traurige Bekanntheit erlangte die Stadt auch durch den Terroranschlag auf zwei Moscheen am 15. März 2019, der aus Australien stammende Rechtsterrorist Brenton Tarrant tötete mit Schusswaffen insgesamt 51 Menschen und verletzte weitere 50, einige davon schwer.
Der 28-jährige Täter griff gezielt islamische Zentren der Stadt an und berief sich dazu analog zu dem norwegischen Massenmörder Anders Behring Breivik auf eine Reihe rechtsextremer und islamfeindlicher Theorien auch in der deutschen rechtsextremen Szene.
Vom Hafen der Stadt in der Kleinstadt Lyttelton konnte man via Shuttle-Bus die Stadt am Abend besuchen nach Freigabe des Schiffs, die verfügbare Zeit war aber natürlich eingeschränkt, aber vermittelte eine sehr angenehme Atmosphäre.
Kurznasendelfin
Kurznasendelfine
Art Gallery
Das Scott-Denkmal
noch nicht wiederaufgebaute Kathedrale, die Fassade ist gemalt